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Die Kunst liegt im Detail
Auf Casual folgt Chic, auf Vintage Neo-Klassik
mit einer Prise Coolness. Im Fokus steht die
Neuinszenierung von Bewährtem, jedoch stets in
Verbindung mit kreativer und technologischer
Erneuerung. Über allem schwebt der Wunsch nach
Mehrwert. Fell und Funktion sind unverzichtbar.
Schuhe und Taschen zeigen mehr Schliff. Die Kunst
steckt im Detail.
  
Der Schuh als wichtigstes Accessoire steht in der
Herbst/Winter-Saison 2011/12 einmal mehr im
Mittelpunkt des modischen Interesses. Die Synthese
aus Funktion und Fashion lässt innovative Styles
entstehen. Zwischen Harmonie und Irritation
präsentieren sich die Farb- und Materialwelten des
kommenden Winters. Zu den vielen tonigen, harmonisch
abgestimmten Bildern gesellen sich
'laute' Farben als lebendiges Element.
Farben
Die vielen kühlen, dunklen und teilweise
metallischen Schattierungen der Blau- und Grauskala
erinnern an den Nachthimmel. Die Atmosphäre ist
geheimnisvoll, Nuancen zwischen Schwarz, Grau und
Blau sowie als Akzent eisiges Grün und Offwhite
dominieren. Stahl, Titan und Chrom sorgen für
coolen, metallischen Glanz. Sie stehen für Frische
und Aufhellung, die mit winterlichen
Polarlandschaften assoziiert werden. Diesem Spektrum
stehen erdige, sehr natürliche Farbspiele gegenüber.
Neben graustichigen Taupe- und Trüffelvarianten
enthält die Farbpalette warme Camel- und mittlere
Brauntöne, die gleichermaßen Eleganz und
Bodenständigkeit verkörpern. Ausdrucksvolle Rot- und
Cognacnuancen sind die modischen Newcomer der
Saison.
  
Materialien
Alle weichen, natürlichen und eher matt
wirkenden Leder-Qualitäten wie Soft-Nappas, Nubuk
oder Velours bleiben wichtig. Gewaschene, geölte,
gefettete, gebürstete oder gewachste Leder sorgen
bei Schuhen und Taschen für den gewünschten
griffigen Touch. Mehrfarb-Effekte entstehen durch
aufwändiges Finish. Dem Trend zu mehr Schliff und
Klasse entsprechen Tendenzen, die Glanz und Schimmer
zulassen. Neben polierten Kalbledern erleben
Metallisés, hier vor allem
mattes Gold und Kupfer, sowie Lack ein Comeback.
Auch hier ist Softness obligatorisch.
  
Fell für alle Fälle! Im kommenden Winter ist
Hochsaison für alles, was cosy und kuschelig ist.
Fell und Pelz sind funktionell und fancy und nicht
nur bei Schuhen das ultimative Must-have des Jahres.
Die schmeichelnden Materialien kommen als
Verbrämung, Stulpen, Futter oder sogar allover zum
Einsatz. Erlaubt sind echte Felle wie Kaninchen,
Coyote, Waschbär, Fuchs oder Lammfell (Doubleface),
aber auch zahlreiche Fake Für Varianten, die
täuschend echt aussehen. Textile Materialien finden
nicht nur vor dem Hintergrund der steigenden
Lederpreise Verwendung. Gefragt sind
Hightech-Materialien, allen voran dezent glänzende
Nylons mit funktioneller Tex-Ausrüstung, aber auch
rustikale Woll- und Filzthemen. Sie verleihen der
Outdoor-Schuhmode Innovation und Individualität.
Dekorationen werden im kommenden Winter eher sparsam
eingesetzt. An die Stelle von Nieten und Ketten
rücken jetzt Pailletten, Schleifen und opulente
Schmucksteine. Zipper werden dekorativ oder als
funktionelles Element eingesetzt. Verfremdete Animal
Prints unterstreichen die feminine Note von Pumps
und Stiefeletten.
  
Formen & Styles
Damen
Fashion meets Function.
Das Angebot an wintertauglichen Modellen ist
schier unerschöpflich. Das Spektrum reicht von
hochwertigen Lammfell-Stiefeln mit kernigen Sohlen
über High Heel-Stiefeletten mit Pelzverbrämung bis
hin zu funktionellen, mit Membran ausgestatteten
Moonboots. Patches und Strickeinsätze mit
skandinavischen Dessins sowie Haken, Ösen und
mehrfarbige Schnürsenkel im Stil von Wanderstiefeln
unterstreichen die kernige Aussage der sportiven
Modelle. Profil- oder Sägezahnsohlen sind ein Muss.
Bei funktionellen Snow-Boots sind wattierte
Hightech-Materialien ein Muss. Sie beziehen ihre
Inspirationen aus der Welt der Daunen- und
Steppmäntel. Ungeahnte Vielfalt bei
sportlich-rustikalen Boots: Worker- und
Bikerstiefel, südamerikanisch inspirierte
Mokassin-Typen oder derbe Canadian-Boots im
Duck-Look wetteifern um die Gunst der weiblichen und
männlichen Kunden. Fantasievoll gestalteten
Gummistiefeln, die bedruckt oder im Mix mit Leder,
Filz oder Fell daherkommen, haftet längst kein
Stallgeruch mehr an. Sie sind absolut citytauglich
und werden von Trendsettern zu Kleidern und Röcken
kombiniert.
  
Die
neue Mitte. Nach mehreren Saisons, in
denen Langschaftstiefel die unumstrittenen Lieblinge
der Frauen waren, machen nun über-knöchelhohe
Stiefeletten mit runden, wandigen Leisten auf sich
aufmerksam. Sie passen perfekt zu Chinos und allen
neuen Hosentypen, die im Schritt mehr Weite
zulassen, unten aber schmal zulaufen. Das modische
Statement der Saison setzen Schnürboots mit Krepp-
und/oder Profilsohlen in Kombination mit häufig sehr
hohen, filigranen Absätzen. Hinzu kommen eng
anliegende, wadenlange Stiefeletten mit Plateauböden
oder Keilen. Dandies und Ankle Boots mit markanten,
teils verschlankten Leisten und Plateau sind die
idealen Begleiter zu den
neuen Hosen mit mehr Saumweite. Clog-Stiefel mit
Nieten, Holzsohlen und Strickeinsätzen lassen
individuelle Looks entstehen.
  
Maskulin meets feminin. Brogue,
Budapester, Derby, Chelsea und Loafer sind nicht
länger ausschließlich der Männerwelt vorbehalten.
Die maskulinen Schuhtypen erobern sich klammheimlich
ihren Platz in den Schuhschränken der Frauen. Ganz
im Stil der feinen englischen Art präsentieren sie
sich authentisch auf flachen Sohlen oder feminin
adaptiert mit High Heels und kleinen, originellen
Details wie Lyralochungen oder Handstichnähten.
Handwerkliches Know-how kommt außerdem durch
aufwändig gefinishte Leder, markante Sohlen und
Rahmbetonungen zum Ausdruck.
Kitten Heels. Einen sehr femininen Auftritt
versprechen Pumps mit verkürzten spitzen Leisten.
Die zierliche, schlanke Form wird durch kleine
unterstellte Absätze im Queenie- Look,
Schleifenapplikationen und glänzende Materialien, z.
B. Lack, betont. Getragen werden die Pumps im
Fifties-Style zu den neuen ausgestellten, glockigen
Röcken, die
die Taille
in den
Mittelpunkt rücken.
  
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Herren
Harter Kern und weiche Schale. Die
neue Herrenschuhmode ist für echte Kerle gemacht.
Stiefel und Stiefeletten gewinnen in den
Kollektionen mehr und mehr an Terrain. Das Spektrum
reicht von knöchelhohen Worker- und Bikerboots bis
hin zu wadenlangen Stiefeln im Stil von
Maronibratern. Der Look ist stets rustikal:
Schnürboots mit Haken und Ösen werden lässig offen
getragen, die Hosen bewusst unordentlich in die
Stiefel gesteckt. Kerniges Leder, Vintage-Effekte
und deftige Profilsohlen unterstreichen die derbe
Note. Markante Rahmen und Kontrastnähte sind
obligatorisch. Kariertes Flanellfutter dient als
Eyecatcher.
  
Trendy und classy wirken Chelseas und
Alabamas in cleanen Optiken. Klare Konturen,
minimalistisches Design und edle, glänzende
Kalbleder sind gefragt. Landlord-Feeling kommt bei
britisch inspirierten Brogues und Budapestern in
hochwertigem, teilweise gebrushtem Veloursleder auf.
Farbige Sohlen brechen die Klassiker auf. Funktion
ist auch bei Herrenschuhen unerlässlich. Lammfell
und Wollfutter trotzen sibirischen Temperaturen;
Tex-Membrane halten die Füße bei Wind und Wetter
trocken und warm.
  
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